12. Dezember 2013

USEDOM KOCHT - heute: nicht vor Wut

Ja Kinners, Usedom kocht und zwar nicht vor Wut - das kommt erst heute Abend, wenn Heringsdorfs Volksvertreter sich einmal mehr um Kopf und Kragen reden.
Nein, hier geht es jetzt im wahrsten Sinne des Wortes ums Kochen und zwar so, wie wir es hier in Pommern tun.

5. gedanklicher Einschub: Da fällt mir doch gerade ein, dass man uns Pommern ja so gern vorwirft, wir würden beim Kochen nur Pfeffer und Salz kennen. Das stimmt, nicht ganz, aber fast. Glaube ich.

...wie auch immer. Wenn ich in meinem Kopf so nach echten pommerschen Rezepten krame, kommt natürlich Fisch an die Oberfläche. Den gibt es heute aber nicht. Ich habe mich für Königsberger Klopse entschieden, oder Klopsberger Könige, wie ich sie so gern nenne. Das ist nämlich genau das Gericht, das sich meine Freunde fast jedes Mal wünschen, wenn ich mit Kochen dran bin. Und ja, ist lecker!!!



500g Gehacktes - halb Rind halb Schwein
2 Zwiebeln
2 Eier
1 altes Brötchen oder 2 Scheiben Toast
1 kleines Glas Kapern
1 Zitrone
1 Lorbeerblatt
5-7 Pimentkörner
Pfeffer
Salz
Zucker
Soßenbinder (das ist jetzt mal die einfachere Variante)

So sieht die ganze Sammlung dann bei mir aus:






































...geht's los. Also gut, bevor es wirklich losgeht, rufe ich sicherheitshalber meine Mutter noch mal an und gehe mit ihr das Rezept durch, damit auch gar nichts schiefgeht...ähäämmm.

Also dann aber: Als erstes das Brötchen/den Toast einweichen. Ich nehme dafür immer eine kleine Schüssel. Wasser rein, Brötchen rein und stelle eine Tasse drauf, damit das Brötchen richtig im Wasser ist. 
Dann Wasser in einen großen Topf. Einen guten Liter. Können auch anderthalb sein. Die Zwiebeln putzen, eine davon halbieren und gemeinsam mit 1 TL Salz, dem Lorbeerblatt und den Pimentkörnen rein ins Wasser. Und Feuer drunter. Heißt, irgendwann sollte das Kochen. 

Bis dahin kümmert Ihr Euch um die Klopse. Große Schüssel, Gehacktes rein, die zweite Zwiebel fein gewürfelt, die Eier, das aufgeweichte Brötchen (bitte das Wasser gut rausquetschen, sonst wird's ekelig)  Pfeffer und Salz. Ärmel hoch und mit beiden Händen gut durchmengen. Ihr könnt das auch mit einer Gabel machen, wird aber nie so gut, wie mit den Händen. 
Die fertige Masse dann zu gleichgroßen Klopsen formen. Und bitte nicht diese winzigen Dinge, die man so gern auf irgendwelchen Tellern sieht. Ein richtiger Königsberger Klops hat mindestens 6cm Durchmesser, finde ich jedenfalls. 

So, jetzt sollte das Wasser dann doch kochen. Die Klopse in Mehl wälzen und rein ins kochende Wasser. Wenn sie oben schwimmen sind sie fertig. Das kann je nach Klopsgröße variieren. Ihr seht das schon. 
Dann nehmt Ihr die Klopse wieder raus und gebt die Kapern ans Wasser. Mit Sossenbinder verdicken und mit Zitrone und Zucker abschmecken. 

Achso, dazu gibt es Salzkartoffeln. Ganz normal gekocht. Alles schön auf einen Teller. Fertig.

Hier das Ganze noch mal zum Gucken:






































Joar, das wars im Großen und Ganzen. Dann sach ich ma:


Viel Spaß beim Klopse kochen und gebt mal ein Zeichen, wir es Euch gelungen ist. 

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