24. Dezember 2013

Na, denn ma Frohes Fest, Allerseits!

So, Kinners! Bevor ich das Äpfelchen jetzt endgültig in den Weihnachtsschlaf schicke und mich in die genussvollen Tage stürze, wünsche ich Euch allen Frohe und Gesegnete Weihnachten.
Schnee wird es wohl bei 9 Grad Außentemperatur auf Usedom nicht geben. Darum habe ich für Euch dieses Bild rausgesucht. Ist ein Jahr her und von meiner Lieblingsfotogräfin gemacht. Hach, und der Engel ist auch drauf.

Frohe Weihnachten!!!



23. Dezember 2013

Sweeties - die Wochenglanzpunkte

Einen schönen Vor-Heiligabend-Abend! Endlich Weihnachten...puuuuhhh!!! Ich hoffe, Ihr habt alle Geschenke zusammen, sonst wird's nämlich eng. Und ich kann Euch da jetzt leider auch nicht mehr helfen. Außer vielleicht die Öffnungszeiten der Usedom Shopping Zones zu posten. Dazu habe ich aber keine Lust, weil jetzt ist Sweeties-Zeit. 

Ja, ich weiß, ich bin schon einen Tag zu spät und ich habe dafür die weltbeste Ausrede überhaupt. Ich hatte nämlich gestern Jahreszahlumblättertag. Also, meine Jahreszahl, versteht sich. Is ja noch nicht Silvester. Und wie alt ich geworden bin, spielt jetzt mal gar keine Rolle. Viel wichtiger: Ich hatte einen richtig schönen Tag. Überraschungen, Überraschungen, Überraschungen. Vor lauter Freude habe ich gleich mal mit den Möwen getanzt:



Was sonst noch schön war in der letzten Woche:

1. Sonnenaufgangsalarm auf der Sonneninsel. Endlich mal wieder richtig schöne Sonnenaufgänge.

2. Der Verdammt-lecker-Dominostein-Genusstest bei Christian Gottstein im Hotel Das Ahlbeck. Unverhofft kommt oft, denn eigentlich war ich zum Grand Schlemm Meeting eingeladen. Die Dominosteine waren eine sehr genüssliche Zugabe. Mehr Schwärmerei gibt's hier

3. Die Voll-Schick-Weihnachts-Serviettenring-Entdeckung. Die beiden Weihnachtsbäume haben mich auf dem hauseigenen Weihnachtsmarkt im Strandhotel Heringsdorf so angefunkelt, dass mir gar keine andere Wahl blieb, als sie mitzunehmen. Da war die Tatsache, dass ich doch gar keine Stoffservietten besitze auch völlig nebensächlich...
Diesen kleinen Weihnachtsmarkt gibt es übrigens immer in der Adventszeit im Strandhotel. Die Chefin des Hauses kauft dafür höchstpersönlich wirklich schöne Weihnachtsdekoration ein, die jedermann (auch Usedomer) gern erwerben können. Ich weiß, der Tipp kommt ziemlich spät. Aber 2014 soll es ja auch wieder Weihnachten geben. :o)

4. Die Stoffservietten-Such-und-Find-Aktion. Nun hatte ich diese hinreissenden Weihnachtsbaum-Serviettenringe und wollte auch die passenden Stoffservietten dazu. Weiß, hatte ich im Kopf. Ich fragte mich also durch diverse Läden bis ich in der Heringsdorfer Friedenstraße fündig wurde. In einem kleinen Dekogeschäft gleich hinter dem Haus Alexander meinte die nette Verkäuferin: »Ja, Stoffservietten haben wir. Aber weiß? Nee, leider nicht. Rot und grau hätten wir.« Grau - da war es wieder, dieses Wort, dass mir gerade so viel Spaß macht. Schicke graue Jacke, Grautonfotografie...aber ich schweife ab. Die Dame zeigte mir also ein paar rote Stoffservietten, die durchaus ansehnlich waren. Aber, nee, so richtig? Nee! Rot nicht! Mit einem leicht missmutigen Gesicht hob sie dann eine grau Stoffserviette hoch und zauberte in Windeseile ein Leuchten in meine Augen. Himmel, die sind perfekt, dachte ich! Sooooo schick! Die will ich! Unbedingt! ...und jetzt bin ich im Besitz meiner ersten Weihnachts-Stoffservietten-Serviettenring-Kombination in Perfektion! Hmmmm! Eigentlich echt schade, dass nur so selten Weihnachten ist. 

5. Mein erstes Weihnachtsoratorium habe ich am Samstag in Benz gehört. Es war großartig und ich verdammt stolz auf die bessere Hälfte, die mit ihrer wunderbaren Stimme tatkräftig oder besser stimmgewaltig zum Gelingen beitrug. Das Weihnachtsoratorium ist zurecht eine richtig schöne Einstimmung auf das Weihnachtsfest und es ist unglaublich, wie viele Menschen in die kleine Benzer Kirche passten. Also, für alle, die das verpasst haben: Für nächstes Jahr unbedingt vormerken. Wahlweise in Benz oder Koserow zu hören. 

6. Davidoff Lounge getestet. Nun bin ich ja Nichtraucher und empfinde es mitunter als ziemlich anstrengend, mich in zugequalmten Bars aufzuhalten. In Bansin jedoch hat am letzten Wochenende eine Lounge eröffnet, die mit ihrem weiten Raum, dem modernen Interior und der hochwertigen Spirituosen- und Weinauswahl auf so manch schönen Abend hoffen lässt. Gut, das Zigarrenangebot ist sicher auch beeindruckend, kann ich aber nicht beurteilen. Nur soviel, es gibt eines. Ob es aber gut ist, müsstet Ihr schon selbst testen. Auf jeden Fall kann ich einen Besuch empfehlen. (Klickst Du auf den Link oben, öffnet sich die Facebook-Fanseite)

7. Der weltbeste Hund handgezeichnet. Nun mischte sich ja schon ein etwas trauriges Gefühl in den Geburtstagsmorgen gestern. Das erste Mal ohne den weltbesten Hund, der doch im Februar gen Himmel verschwunden ist. Aber nein! Überraschung: Foxy in feinsten Strichen, handgezeichnet und wunderschön. Nun hat das vielleicht nicht wirklich viel mit Usedom zu tun und ich weiß auch nicht, welche begnadete Zeichnerin den Engel auf's Papier gebracht hat, aber ich finde die Idee großartig. Deswegen gehört dieses Bild absolut in meine Sweeties.

8. Das Steigenberger Grandhotel in Heringsdorf hat einen verführerischen Private Spa. Und nicht nur das. Es hat eine ganze Spa Suite mit Rasul, Paaranwendungen und einer riesigen Whirlpool-Wanne unter Sternenhimmel. Letztere ist besonders toll. Elegant eingefasst in schwarzen Fliesen, mit wechselndem Farbspiel und ganz viel Raum für zwei. Für den Fall, dass Ihr Eure bessere Hälfte richtig verwöhnen wollt, stehen auf dem Beckenrand auch feinperlendes Gesöff, Früchte und Gebäck bereit. 
Alles erst gestern selbst getestet. Bilder gibt's nicht. Geht selbst gucken!

9. Weihnachtsbaum-Aufstell-Aktion, die II. Im Wohnzimmer von Katzenkönig und besserer Hälfte leuchtet jetzt ein genauso schöner Weihnachtsbaum, wie dieser hier. Es war mir großes Vergnügen. Unsere entspannten Weihnachtsbaum-Besorg-Aktionen liefen übrigens in diesem Jahr über die Gärtnerei Unger in Heringsdorf. Die hatten richtig klasse Bäume und liefern auch ruck zuck nach Hause. Heisst, nadelfreies Auto und schicker Baum ohne Rückenaua. Das gefällt mir!

Soviel für heute von mir. Ich wünsche Euch eine gute Nacht. Noch einmal schlafen!!!


19. Dezember 2013

So, nu is ma Weihnachtn

Einen wunderschönen Donnerstagnachmittag, liebe Usedom-Liebhaber-Gemeinde. Heute ist der letzte Donnerstag vor Weihnachten und damit höchste, aber auch wirklich allerhöchste Zeit, hier ein wenig Ringeldingmusik-Plätzchenduft-Christbaumkugel-Atmosphäre reinzubringen.
Ich höre nämlich seit vollen 5 Tagen die Rat Pack Christmas CD rauf und runter und selbst wenn ich musiklos unterwegs bin, schunkelt es in meinem Kopf im Takt der Marshmallow World. Hach, schön.


Der Weihnachtsbaum steht auch und jetzt kommt mir nicht mit: "Das ist doch noch viel zu früh." und "Wir bauen unseren erst am 24. vormittags auf." Ja! Macht doch! Mein Baum jedenfalls steht schon und er ist umwerfend. Wirklich! Ich habe mich für rot und weiß entschieden. Ohne Lametta. Weil ich doch ein gestörtes Verhältnis oder besser einen besonders guten Draht zu Lametta habe. Die lustigen Metallstreifen sind mir schon in meiner Weihnachtskindheit auf Schritt und Tritt gefolgt. Wahrscheinlich ist das Lametta heute nicht mehr mit dem guten DDR-Alu-Lametta vergleichbar, aber ich kann trotzdem gut darauf verzichten. Darum Baum in rot / weiss mit Strohsternen und hier und da  diesen entzückenden kleinen Ranhängsel in Herzform und so und ohne Lametta. Schnappschuss gefällig:

Und wo wir schon bei Weihnachten sind: Es gibt da doch diese tolle Weihnachtsgeschichte, die sich vor gut 2000 Jahren in einem kleinen Stall in Bethlehem abspielte und die zu viele Menschen scheinbar vergessen haben. Genau zu diesem Thema habe ich in der letzten ZEIT dieses wunderbare Gedicht gefunden und das solltet Ihr jetzt mal ganz genüsslich lesen. Vorher sage ich Tschüss und schönen Abend noch.

Weihnachten?
(nach Joseph Freiherr von Eichendorff, »Weihnachten«) 
Markt und Straßen stehen verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Wütend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht nach Bauhaus aus.  <-großartig (Anmerkung des Inselkinds)
Und die Fenster sind jetzt alle,
Mit Antennen froh geschmückt,
Tausend Kindlein stehen und schauen
Auf ihr iPhone, tief beglückt.  
Und ich wandre frohen Mutes
Weit hinaus, wo's Funkloch ist,
Hoffend, dass ich einen treffe,
Der die Weihnacht nicht vergisst. 
Sterne keinen Kreis mehr schlingen.
Wer kam da »vom Himmel hoch«?
Und statt Glocken Kassen klingeln.
Weihnachten? Was war das noch?
Maria Stiefl-Cermak, Freiburg
(Klassische Lyrik, neu verfasst - Quelle: ZEIT vom 12.12.2013 Seite 84)




18. Dezember 2013

Der Verdammt-lecker-Dominostein-Genusstest

Ich muss Euch unbedingt etwas erzählen. Eigentlich habe ich gar keine Zeit zwischen all den Weihnachtsvorbereitungen. Aber das hier war heute so verdammt hmmmmmmmm, dass ich es einfach mit Euch teilen muss.
Ich war nämlich heute auf dem Grand Schlemm Meeting, zu dem sich monatlich die Spitzenköche der Kaiserbäder und meine genusssüchtige Person treffen, um gemeinsam das Grand Schlemm Menü 2014 zu perfektionieren. Heute verwöhnte uns Das-Ahlbeck-Küchenchef Christian Gottstein mit Gang 3 der nächsten kulinarischen Strandwanderung im kommenden Mai. Das ganze Menü zum Appetit holen gibt es hier, inkl. fotografischer Abbildungen der illustren Gesellschaft, mit der ich den Nachmittag verbringen durfte. Hach, einfach klasse die Jungs und kochen können sie auch noch...

Was ich aber eigentlich erzählen wollte: Nun haben es ja Meetings so an sich, dass viel und lange und seeeehr lange geredet wird. Und weil der Christian aus dem Hotel Das Ahlbeck das ja weiß, hat er zur genüsslichen Konzentrationsförderung ein paar eigens von ihm gefertigte Dominosteine auf den Tisch gestellt.... Jaaaa, wat soll ick Euch sagn? Diese Dinger waren so was von richtig lecker, dass selbst die Herren von der löffelschwingenden Abteilung nicht die Finger davon lassen konnten. Höchste Dominosteinkunst. 



Beim Verlassen des Hotels ist mir dann aufgefallen, dass es die verführerischen Köstlichkeiten - praktisch verpackt - auch zum Mitnehmen und Freunde überraschen gibt. Genau das habe ich dann mal spontan gemacht und meine Lieblingskosmetikerin Ines damit in den vorweihnachtlichen Dominosteinhimmel katapultiert. Inkl. Leuchte-Augen  und Schenken-macht-Spaß-Gefühl. 

Leider konnte ich heute nur noch eine Packung ergattert, aber der Christian hat mir versprochen, dass er noch welche macht. Heisst: Wenn ihr in Ahlbeck seid, unbedingt einen kurzen Stop im Das Ahlbeck planen, die netten Herren oder Damen an der Rezeption oder beim Ahlbäcker mit Ganz-Lieb-Guck-Leuchte-Augen um ein paar quadratische Köstlichkeiten bitten, 2,20 € für die Tüte auf den Tisch legen und...glücklich sein. 

MERKE: Dieses Jahr wird mal was richtig Leckeres verschenkt und das gibt es beim Christian im Hotel Das Ahlbeck in Ahlbeck! (hinterm Klick steckt die Karte fürs Wegfinden) 

...für das Schwärmen von Gang 3 des Grand Schlemm Menü nehme ich mir später noch Zeit. Jetzt ist erstmal Dominostein-Hochsaison!

ÜBRIGENS: Dominosteine sind nicht die einzigen Leckerbissen dort. Aber das findet Ihr jetzt mal allein heraus. :-D

15. Dezember 2013

Sweeties - die Wochenglanzpunkte

Naaaaaabend zusammen! Ich weiß, ich bin spät dran. ABER: ich habe einen wirklich triftigen Grund dafür. Ich steckte nämlich bis vor ein paar Minuten noch ellenbogentief in Plätzchenteig. Und die süssen Verführungen sind wieder sooooo lecker geworden.

6. gedanklicher Einschub: Ich sollte die Plätzchendose jetzt wirklich, dingend und ganz schnell mindestens zehn Meter außer Riech- und Greifweite stellen, sonst war's das mit Weihnachtsplätzchen für all die Lieben. Moment bitte, ich bin gleich zurück....

So! Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, die Sweeties! Davon gab es auch in dieser Woche so einige. Aber der Reihe nach:

1. Black & White: Bei meinen Strandspaziergängen fiel mir auf, dass es langsam so gar keinen Sinn mehr macht, auf den Auslöser der Kamera zu drücken. Ist eh alles grau. Strand grau, Meer grau, Himmel grau. Aber das hatten wir ja hier schon mal. Einen Gedankensprung weiter: Hm, sind doch beste Voraussetzungen für Grautonfotografie. Macht auch im Dunkeln Sinn. Projekt damit eröffnet. Ich präsentiere die Seebrücken von Ahlbeck und Heringsdorf....in dunkel- und hellgrau:



2. Für Zuhause: Kurze Werbeeinblendung, weil ich die kleinen Prachtstücke so mag. Ich rede von Fischen aus echtem Ostseestein. Mein Vater züchtet die nämlich in mühsamer Kleinarbeit in seiner Werkstatt und sie haben während der letzten Dichternacht deluxe im Oktober schon Herzen erobert. Am Dienstag habe ich ein ganzes Aquarium davon in liebe Hände abgegeben und dem Cheffisch mal spontan ein Mützchen aufgesetzt. Ein Weihnachtsmannmützchen natürlich. Natürlich! (guckst Du weiter unter)

3. Genusstest: Es gibt mindestens einen Mann in Heringsdorf, der es vermag, mit seinen Köstlichkeiten Frauen glücklich zu machen. (Männer sicher auch, aber davon hatten wir diesmal keine dabei.) Ich rede von Brian Seifert, der in seinem Restaurant Kulm Eck wahre Geschmacksinfonien komponiert. Ich will  Euch hier gar nicht mit allen Lecker-Schmecker-Einzelheiten den Mund wässrig machen, sondern einfach sagen: Geht da hin! Wenn Ihr Euch selbst oder Eure Liebsten mal richtig verwöhnen wollt, geht da hin. Punkt.

4. Die Bäumchen-anne-Wand-Idee habe ich von Juli, die mit ihrem entzückenden Blog auf voll-toll.blogspot.de meiner manchmal etwas träge dahin dümpelnden Kreativität ab und an auf die Sprünge hilft. Die Bäumchen-Idee hat es schwuppdiwupp in mein Herz geschafft und nach ein bisschen Einkauf-Bastel-Idee-Optimierung nun auch an meine Wand. Breites Grinsen! Danke Juli! 
Und wer auch Lust auf Bäumchen-anne-Wand hat, klickt hier und los geht's. ...und ich will Bilder sehen!

5. Weihnachtsgeschenke sind gepackt, was mir immer einen Heidenspaß macht und ein paar Rückenschmerzen. Pfffff. Naja, wie auch immer. Ich bin glücklich, das sie fertig und nun weiß ich auch was ich noch vergessen hatte. Irgendwas ist ja immer! 






































6. Paul kommt nach Usedom: Ich bekomme Besuch. Also, sozusagen. Und das ist soooo aufregend. Weil: Ich habe mich nämlich verliebt. Schon vor Monaten. Doch der Mann meines Herzen lebt weit entfernt und bisher schmachtete ich nur Bilder auf meinem Monitor an. So wie dieses ein Stück weiter unten. Doch seit dieser Woche weiß ich, dass er auf die Insel kommt und ich kriege jetzt schon kaum noch das Dauergrinsen aus dem Gesicht, wenn ich an seine blauen Augen denke. :-D 



Paul ist ein besonders schöner Australien Shepard, der Anett Mirsberger gehört. Anett ist eine begnadete Tierfotografin. Klickt Euch mal durch ihren Blog. Es lohnt sich.

7. Entdeckt: Bei meiner Zeitungsschau habe ich in dieser Woche zwei interessante Artikel im ZEIT-Magazin entdeckt. Zum einen ging es um Kevin Systrom, dem Erfinder von Instagram (tiefe Verneigung, ich liebe seine App), und außerdem um Hans Ulrich Obrist. Der Leiter der renommierten Serpentine Gallery in London hat ein ganz interessantes Instagram-Projekt. Er veröffentlicht nämlich handgeschriebene Zettel von Künstlern, Schriftstellern, Wissenschaftlern und Musikern und macht so darauf aufmerksam, dass die Handschrift immer mehr verschwindet. Recht hat er! 

8. ...ich hol mal die Plätzchen. Genau die, die ich vorhin gemeinsam mit der besseren Hälfte in genussvoll mehlpudriger Leidenschaft erschaffen habe. Backen macht richtig Laune. Sieht doch lecker aus, oder?




















So, und nu? Noch ein Wermutstropfen. Zwischen allen Glänzepünktchen gab es in dieser Woche ein ganz besonderes. Weil Abschied nehmen manchmal auch zeigen kann, wie sehr einem Menschen ans Herz gewachsen sind. Und ja, es quetscht etwas auf Brusthöhe links beim dem Gedanken, dass die Fenster gegenüber der schönen Villa Sonnenschein jetzt dunkel bleiben und ein fröhliches Schwanzwedeln am Morgen fehlt. Darum freue ich mich, wenn Ihr Eure Nase immer mal in diese Seite steckt. Dann vergeht die Zeit bis zum Wiedersehen schneller. Versprochen! ;-)

Das war's für heute. Ich ziehe jetzt die Stiefelchen an und halte meine Nase noch mal in die frühlingshafte Nachtluft.

Zu guter Letzt ein handgeschriebenes Zettelchen für Euch ...nicht von einem berühmten Menschen, sondern von mir und zwar von Herzen <3




12. Dezember 2013

USEDOM KOCHT - heute: nicht vor Wut

Ja Kinners, Usedom kocht und zwar nicht vor Wut - das kommt erst heute Abend, wenn Heringsdorfs Volksvertreter sich einmal mehr um Kopf und Kragen reden.
Nein, hier geht es jetzt im wahrsten Sinne des Wortes ums Kochen und zwar so, wie wir es hier in Pommern tun.

5. gedanklicher Einschub: Da fällt mir doch gerade ein, dass man uns Pommern ja so gern vorwirft, wir würden beim Kochen nur Pfeffer und Salz kennen. Das stimmt, nicht ganz, aber fast. Glaube ich.

...wie auch immer. Wenn ich in meinem Kopf so nach echten pommerschen Rezepten krame, kommt natürlich Fisch an die Oberfläche. Den gibt es heute aber nicht. Ich habe mich für Königsberger Klopse entschieden, oder Klopsberger Könige, wie ich sie so gern nenne. Das ist nämlich genau das Gericht, das sich meine Freunde fast jedes Mal wünschen, wenn ich mit Kochen dran bin. Und ja, ist lecker!!!



500g Gehacktes - halb Rind halb Schwein
2 Zwiebeln
2 Eier
1 altes Brötchen oder 2 Scheiben Toast
1 kleines Glas Kapern
1 Zitrone
1 Lorbeerblatt
5-7 Pimentkörner
Pfeffer
Salz
Zucker
Soßenbinder (das ist jetzt mal die einfachere Variante)

So sieht die ganze Sammlung dann bei mir aus:






































...geht's los. Also gut, bevor es wirklich losgeht, rufe ich sicherheitshalber meine Mutter noch mal an und gehe mit ihr das Rezept durch, damit auch gar nichts schiefgeht...ähäämmm.

Also dann aber: Als erstes das Brötchen/den Toast einweichen. Ich nehme dafür immer eine kleine Schüssel. Wasser rein, Brötchen rein und stelle eine Tasse drauf, damit das Brötchen richtig im Wasser ist. 
Dann Wasser in einen großen Topf. Einen guten Liter. Können auch anderthalb sein. Die Zwiebeln putzen, eine davon halbieren und gemeinsam mit 1 TL Salz, dem Lorbeerblatt und den Pimentkörnen rein ins Wasser. Und Feuer drunter. Heißt, irgendwann sollte das Kochen. 

Bis dahin kümmert Ihr Euch um die Klopse. Große Schüssel, Gehacktes rein, die zweite Zwiebel fein gewürfelt, die Eier, das aufgeweichte Brötchen (bitte das Wasser gut rausquetschen, sonst wird's ekelig)  Pfeffer und Salz. Ärmel hoch und mit beiden Händen gut durchmengen. Ihr könnt das auch mit einer Gabel machen, wird aber nie so gut, wie mit den Händen. 
Die fertige Masse dann zu gleichgroßen Klopsen formen. Und bitte nicht diese winzigen Dinge, die man so gern auf irgendwelchen Tellern sieht. Ein richtiger Königsberger Klops hat mindestens 6cm Durchmesser, finde ich jedenfalls. 

So, jetzt sollte das Wasser dann doch kochen. Die Klopse in Mehl wälzen und rein ins kochende Wasser. Wenn sie oben schwimmen sind sie fertig. Das kann je nach Klopsgröße variieren. Ihr seht das schon. 
Dann nehmt Ihr die Klopse wieder raus und gebt die Kapern ans Wasser. Mit Sossenbinder verdicken und mit Zitrone und Zucker abschmecken. 

Achso, dazu gibt es Salzkartoffeln. Ganz normal gekocht. Alles schön auf einen Teller. Fertig.

Hier das Ganze noch mal zum Gucken:






































Joar, das wars im Großen und Ganzen. Dann sach ich ma:


Viel Spaß beim Klopse kochen und gebt mal ein Zeichen, wir es Euch gelungen ist. 

10. Dezember 2013

USEDOMS COOLE LEUTE - heute: Rebecca Grob, die Goldschmiedin aus Heringsdorf

Ein herzliches Hallo zusammen! Ich hoffe, es geht Euch gut und Ihr habt so richtig Lust auf ein paar schicke Neuigkeiten vom schönen Eiland. Heute funkelt es hier nämlich mächtig.

In der Rubrik USEDOMS COOLE LEUTE werde ich Euch immer mal wieder jemanden vorstellen, der mir hier auf der Insel über den Weg läuft und den ich ziemlich beeindruckend finde. Dazu habe ich mir ein paar Fragen ausgedacht und präsentiere Euch die ganz persönlichen Antworten der coolen Leute von Usedom. Und los geht's:

Darf ich vorstellen: Das ist Rebecca! Von der jungen Goldschmiedin hörte ich das erste Mal im Sommer, als sie mir per Mail anbot, eines meiner Dichternachtplakate an die Tür ihres Ladens zu hängen. 
Wo war denn bitte ihr Laden? fragte ich mich damals und erinnerte mich dunkel an eine beleuchtete Vitrine gleich am Anfang der Friedensstraße in Heringsdorf, gegenüber dem Goethepark. Stimmt, dort gab es doch jetzt einen Schmuckladen. 
Ich besuchte Rebecca also dort und bemerkte ziemlich schnell, dass hier etwas anders ist. Und Schmuckladen in meinem Sinne war dafür absolut das falsche Wort.
Denn hier gibt es eine Werkbank und Werkzeuge, die ich noch nie zuvor gesehen hatte, echte Schönheiten in den Vitrinen, die sich bei näherer Betrachtung als Unikate entpuppen und nicht zuletzt ziemlich beeindruckende Fotografien an den Wänden. 
Rebecca lebt seit gut anderthalb Jahren auf Usedom und fertig auf Kundenwunsch ganz besondere Schmuckstücke. Ich habe mich schon am ersten Tag in ihre Bäderringe verliebt, für die sie Ornamente und Holzschnitzereien an Bäderarchitekturvillen als Vorlage nahm. Einfach wunderschön und wie ich finde, auch eine reizenden Idee, Usedoms Schönheiten jetzt auch an Ohr, Arm, Finger und Hals tragen zu können.

Was mir außerdem sofort auffiel, sind die vielen "alten" Kameras, die es überall in ihrem Laden zu entdecken gibt. Die leidenschaftliche Analog-Fotografin bietet neben individuelle gefertigten Schmuckstücken auch alles rund um das Thema Analog-Fotografie an und fertigt auch Softreleases für verschiedene Kameratypen. 

An den Wänden ihrer Goldschmiedegalerie präsentiert sie wechselnd Fotografien von Freunden und eigene Bilder. Immer mit Bezug zum Meer und immer mit einer gewissen Portion Extravaganz. Denn die Bilder hier sind genau wie ihre Schmuckstücke besonders. 

In der letzten Woche habe ich Rebecca mal wieder in ihrem Laden besucht und ihr ein paar Fragen gestellt. Hier nun ihre Antworten für Euch:

11 Fragen - 11 Antworten von Rebecca Grob

Hier geht's um die Insel:
1. Sturm oder Flaute?
Auf jeden Fall Sturm. Ich mag dieses Rauschen und die Bewegungen von Luft und Wasser. Ich mag die Geräusche des Sturms.

2. Seebäder oder Achterland?
Ganz schwierig! Zum Sonnenuntergang bin ich gern mal an der Krumminer Wieck. Bei Sturm am liebsten am Strand.

3. Welche Farbe hat die Insel für Dich?
Goldgrün. Ich liebe den Herbst auf der Insel.

4. In welches Restaurant gehst Du gerade am liebsten?
Ich gehe echt selten Essen und habe gerade kein Lieblingsrestaurant.

5. Hast Du ein Lieblingsbild von Usedom?
Eins? Das ist zu schwer. Das sind meine persönlichen Lieblingsbilder:











































































6. Dein persönlicher Usedom-Geheim-Tipp:
Unbedingt mal die Radwege mit ausgewiesen schlechtem Belag benutzen und Mückenspray nicht vergessen. Ruhe ist dort garantiert.

...und sonst so?

7. Gibt es etwas, an dem Du sehr hängst?
Auf jeden Fall meine Rolleiflex Mittelformatkamera. Ich hatte dieses Modell 2008 während meiner Afrikareise das erste Mal in den Händen und war gleich begeistert. Zurück Zuhause habe ich mir dann eine gekauft. Sie ist einfach schön.

8. Gibt es ein Musikvideo, dass Du gerade sehr magst?
Ja, ich liebe "New Alphabet" von Eels.


9. Welches Buch hat Dich besonders berührt?
"Meg Finn und die Liste der 4 Wünsche" von Eoin Colfer. Darin geht es um ein kleines Mädchen, das einen großen Fehler macht. Es ist eigentlich ein Kinderbuch. Charmant und voller Wahrheit und Weisheit. Das Buch sollte jeder einmal lesen.
Ach, und "Problemski Hotel" von Dimitri Verhulst. Ein heftiges Buch, das die Einstellung ändert. Es geht um Schicksale und Geschichten von Asylanten. Nach diesem Buch schaut man anders auf diese Menschen.

10. Auf welcher Internetseite treibst Du Dich gerade viel rum?
Momentan Facebook

11. Welches Kleidungsstück trägst Du gerade am liebsten?
Meine Mützen. Ich habe eine selbstgehäkelte Mütze, die ich sehr mag.

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So, ich hoffe, ich habe Euch ein wenig neugierig gemacht auf Rebecca und Ihre Schmuckstücke und Bilder. Für weitere Infos einfach mal hier klicken: www.goldschmiedegalerie-usedom.de.
Und wenn Ihr in Heringsdorf seid, vorbeischauen. Keine Widerrede!

8. Dezember 2013

Sweeties - meine Wochenglanzpunkte

Einen wunderschönen guten 2. Adventssonntagabend! Ich hoffe, Ihr habt es genauso kuschelig und gemütlich wie ich und konntet das, was der Mann im Fernsehen Wetter nennt, erfolgreich ignorieren. Auf Usedom jedenfalls gehört dieser Tag wettertechnisch in die Ablage P. Das große Wasser liegt völlig gelangweilt in der Gegend rum, von oben tropft es unaufhörlich, Nebel macht sich breit und statt Möwen fliegen Scharren von Krähen über den Strand. Feinste Hitchcock-Atmosphäre sozusagen. Braucht kein Mensch!
Egal, genau die richtige Zeit für Füsse hoch, Lichtlein anzünden und die letzte Woche Revue passieren lassen. Und hier sind sie, meine Sweeties der letzten Woche:

1. Ich habe am Montagmorgen gemeinsam mit einer Möwe gegähnt. Am Strand. Jaaaa. Wer kann das schon von sich behaupten? Ehrlich gesagt, hab ich nicht einmal gewusst, dass Möwen überhaupt gähnen können. Und ich lebe seit ...vielen Jahren hier auf Usedom.

2. Ich hatte am Dienstag einen Schokokuchen aus einem Dessertschälchen. Überraschung!!! Das als Malheur angekündigte Stück war äußerst lecker und ich konnte trotz all meiner rhetorischen Fähigkeiten gepaart mit dem typisch zurückhaltenden, pommerschen Charme keine zweite Portion ergattern. Hm, das trifft mich...

3. Das Prachtstück. Ich habe Euch ja bereits hier davon erzählte. Übrigens meldete sich der Erbauer auf meinen Blog hin und schickte weihnachtliche Grüße aus der Hauptstadt auf die Insel. Also Usedomer, wer beim Spaziergang mal am Steigenberger in Heringsdorf vorbeischleicht: abbiegen, reinschauen und staunen. Der ist aber auch schön.....hmmmm.

4. Bald nun ist Weihnachtszeit...ja, für Euch. Für mich auch, jedoch darf ich vorher noch ein Blatt in meinem persönlichen Jahreszählkalender umblättern. Und weil ich ja sowieso immer schon so aufgeregt bin, macht sich mein lieber Freund Jens selbst ein Freude und kündigt irgendein Überraschungsdingsda für meinen Geburtstag an. OK, ok...ick freu ma ja.

5. XAVER!!! Der wird Euch sicher nicht entgangen sein. Hier auf Usedom hat er die alte Ostsee mal wieder richtig in Schwung gebracht. Die bessere Hälfte und ich haben uns für ein paar Minütchen am Strand in den Sturm gelegt. Schon wieder aufregend...und so schön! Bilder und Usedomer und Sturm und so gab es gleich am Freitag hier.

6. Am Freitag habe ich auch Rebecca besucht. Die coole, junge Goldschmiedin hat einen ebenso coolen Laden in der Heringsdorfer Friedensstraße. Hier geht es um feinste Metalle, Schmuck und Fotografie. Ich hab mich bei ihr mal etwas genauer umgesehen und ein paar Fragen gestellt. Das Interview gibt es in Kürze hier. Ihr solltet auf jeden Fall schon mal neugierig sein. 

7. Die bessere Hälfte hat mir zum Nikolausi eine suuuperleckere Überraschung gemacht. Nun bin ich ja Teetrinker und immer auf der Suche nach einem neuen Geschmack. Den gab es am Freitag mit einer Packung Ronnefeldt "Winterdream". Gott, ist dieser Tee gut. Acht Minuten ziehen lassen und gaaaannnz tief einatmen. Der hat den Namen Wintertee wirklich verdient. Auch weil er mal nicht nach Zimt und Bratapfel schmeckt, sondern nach einer wunderbaren Mischung aus Rooibos, Orange und Karamell. Unbedingt probieren!
Achso, Ronnefeldt Tees gibt es nicht bei Edeka, Aldi & Co.. Aber zum Beispiel bei Gabi Pretzel im Weinladen in der Ahlbecker Seestraße.

8. Da schlendern wir doch gestern Abend über den entzückenden, kleinen Adventsmarkt am Hotel Das Ahlbeck und werden frech von der Seite angegrinst. Sitzt da Shaun, das Schaf, gemütlich strickend und beinebaumelnd auf der Auslage eines Verkaufsstandes und zieht mich unweigerlich in seinen Bahn. Vorsicht Coming Out: Ich liebe diesen kleinen Kerl. Jegliche Kaufabsichten wurden jedoch bereits bevor ich überhaupt den Mund öffnen konnte von der Besitzerin ausgebremst. "Der ist nur Deko. Ich hätte ihn schon hundert mal verkaufen können..." Ja, wie? Was? Hundert mal? Na und? Aber bei mir hätte er es doch wirklich gut....

9. Statt Shaun begleitete uns dann Trude nach Hause. Trude ist eine fröhliche Keramikmaus aus den wunderbar begabten Händen von Susi Erler. Die Töpferin aus Mellenthin zaubert echte pommersche Keramik und ist auf den Inselweihnachtsmärkten zu finden. Oder unbedingt mal vorbeischauen, wenn Ihr in Mellenthin seid. 
Trude jedenfalls ist richtig klasse und die bessere Hälfte hat den Bauch von Trude gleich mal mit Knusperflocken gefüllt. Genuss-Alarm. Erwähnte ich schon, dass Knusperflocken die gleiche Magie auf mich auswirken wie Nutella....

...wie auch immer. Hier mal meine Sweeties im Bild...und untendrunter mein Highlight des Tages:


Das Highlight der Tages: Das nämlich schenkte mir heute: der Katzenkönig. Er lebt bei der besseren Hälfte in einer schönen Wohnung ganz nah am Strand und genießt sein Katzenkönigdasein in vollen Zügen. Seine Hoheit und ich begegnen uns mitunter in den Räumlichkeiten und auch mal auf der Couch. Nun teilt sich die Welt ja schubladenmäßig in Hunde- und Katzenliebhaber und ich genöre zweifellos in erstere Schublade. Das jedoch interessiert den Katzenkönig gar nicht. Er baut sich einfach immer mal wieder in all seiner Schönheit vor mir auf als wollte er sagen: "Katzenallergie ja? Na, schauen wir mal."  Nun gab es ja die Abende, an denen er es sich wachsam blickend in unserer Nähe gemütlich machte. Mehr nicht. Heute aber nahm er zum Erstaunen der besseren Hälfte auf meinem Schoss Platz und....schnurrte. Ich glaube, das ist ein gutes Zeichen. Stolz guck!!!

So, jetzt aber genug von mir und meinen Sweeties. Zeit für Königsberger Klopse. Pommersch versteht sich! Und das Rezept gibt es zum Nachkochen in Kürze hier. 

Schön Aaaammtt noch!

6. Dezember 2013

Xaver monochrom

Nachdem die Feuerwehr mich heute in aller Herrgottsfrühe mit ihrem charmanten Rundum-Geleuchte und einer wahrlich nervenbohrenden Säge aus meiner sonnig warmen Traumwelt in die stürmische Realität riss und sich der unterkühlte Herr Xaver mit aller Macht gegen die Fensterscheiben der alten Villa Sonnenschein warf, dachte ich noch "Na Mensch du, is doch janz schön windich jeworn" und beschloss kurzerhand meinem Lieblingsstrand bei Tageslicht unbedingt einen Besuch abzustatten.

Es ist nämlich so, dass wir Usedomer die Ostsee am liebsten mögen, wenn es so richtig knattert. Nichts ist langweiliger als ein großer, dahin dümpelnder See mit ein paar netten Wellen und schicken weißen Möwen. Und die Adlerschiffe ziehen friedlich von Seebrücke zu Seebrücke. Jaaaaa, ich weiß, Postkartenidylle muss auch sein.

Aber heute war eben mal richtig steife Brise. Ich hatte gestern schon befürchtet, dass Xaver die gleiche blöde Idee wie Christian Ende Oktober haben könnte. Der nämlich kam ganz frech vom Land daher, bügelte die Ostsee glatt wie ein Tischtuch und sonst gar nichts.
Xaver hat sich das aber über Nacht ganz anders überlegt, drehte munter auf Nord und schob das Meer endlich wieder zurück an Strand. Und zwar mit Schmackes. Da hat der Strandgang mal richtig Spaß gemacht.


4. gedanklicher Einschub: Strandgang! Hm, das passt jetzt irgendwie nicht. Oder doch. Zum Strand gegangen, geguckt, ein paar Bilder gemacht und dann nichts wie weg. Es war so unanständig kalt da unten. Ich hatte ja die Handschuhe noch gesucht, aber nicht gefunden. Und, naja, wir Nordlichter sind doch hart im nehmen. Wer braucht schon Handschuhe, am Strand, bei 1°C und Windstärke 10?

 ...wie auch immer. Die Ostsee im Sturm muss man unbedingt mal erlebt haben. Richtig aufregend wird es, wenn man sich in den Wind legen kann und selbst das Atmen zum Abenteuer wird.
Und für alle, die zu weit weg sind für einen kurzen Abstecher über die Düne: Ich habe Euch ein paar Bilder mitgebracht. Monochrom. Weil ich es so mag. Und für das richtige Ostsee-im-Sturm-Feeling auch ein Video zum 'auf Vollbild machen' und wirken lassen.

Ach, und ich weiß schon, dass Xaver anderswo ziemlich gewütet hat und hoffe, dass nichts wirklich Schlimmes passiert ist.


5. Dezember 2013

Höchste Zeit für Menschlichkeit

Nun ist ja bald Weihnachten und ich sitze hier in meinem warmen Büro, erfreue mich an den gerade gebastelten Weihnachtssträußen und höre, wie Sturmtief Xaver vor meinem Fenster wütet. Genau die richtige Zeit für eine Pause, ein Nutellabrot und einen Ausflug in die Welt meiner Lieblingsblogger und -bloggerinnen:

Auf Ninias Seite fand ich den Hinweis auf eine Online-Charity-Aktion, die Bonprix in diesem Jahr veranstaltet. Nagut, mit Bonprix habe nicht wirklich etwas am Hut. Aber die Aktion finde ich wirklich gut und darum habe ich mich kurzerhand entschlossen, meine beiden Blogs (MEIN USEDOM & Sturmzeitgeschichten) in den Ring zu werfen oder besser gesagt, mir die Bonprix-Weihnachtskugel in die Sidebars zu hängen. Das nämlich belohnt das Versandhaus mit einer Spende in Höhe von jeweils 50 € wahlweise an das Kinderhospiz Sternenbrücke in Hamburg oder die Tirupur School for the deaf, eine Schule für gehörlose Kinder.


Mit der Bonprix-Weihnachtskugel auf dieser Seite gehen 50 € an das Kinderhospiz Sternenbrücke in Hamburg. Seit 2003 hilft die
Sternenbrücke Kindern, Jugendlichen und seit 2010 auch jungen Erwachsenen bis zu einem Alter von 27 Jahren mit verkürzter Lebenserwartung, ein würdevolles Leben bis zu ihrem Tod führen zu können.

Mir geht es gut, doch das ist nicht selbstverständlich auf dieser Welt. Genau wie Ninia mich motiviert hat, möchte ich Euch einen Anstoss geben. Wenn Ihr einen Blog habt, macht mit. Es ist so wenig, das Ihr tun müsst, um etwas zu bewegen.

4. Dezember 2013

Schockschwerenot! Was für ein Prachtstück!

Also zugegeben, der Weg an den Strand war heute alles andere als einladend. Mal abgesehen von dem fiesen Nieselregen und den miesepetrigen Gesichtern der wenigen Spaziergänger war da auch wirklich nur Grau. Strand grau, Meer grau, Horizont grau. pfff....

Ich zog meinen Kopf noch etwas tiefer in den Kragen, ging zurück auf die Promenade und richtete meinen Blick einfach auf die Schrittplatten vor mir. Die übrigens waren auch grau. Allerdings entdeckte ich dabei ein reizendes Exemplar mit dem klangvollen Namen: ...ähämmm..."Biologische Erinnerung an Ahorn auf pommerscher Schrittplatte nebst immergrünem Winterlöwenzahn und zertretener...ähm...irgendwas" (klickst Du hier links)

Nachdem ich mich endlich von diesem Kunstwerk losreissen konnte, meine Schritte mich schnurstracks über Heringsdorfs graue Promenadenwelt in Steigenbergers Wellnessresidenz führten, ich durch die Eingangstür in die Lobby trat und der netten Dame am Empfang meine Anwesenheit darbot, sah ich ihn.
Schockschwerenot! Was für ein Prachtstück! Stand doch da - einfach so und ohne Vorwarnung - auf dem Sims über dem Kamin ein Schwibbogen, der seinesgleichen sucht. Zugegeben, ich war hin und weg und innerhalb weniger Sekunden in den Tiefen der Kaminsimsschwibbogenwelt verschwunden.


Nun bin ich ja gar kein Freund von übermäßiger Schnörkelei und mag es eher schlicht und elegant, aber dieses Kunstwerk hat es mir dann doch angetan. Er ist einfach nur schön und bringt den Betrachter durch seine Tiefe mitten hinein in die traumhafte Weihnachtswinterwelt.

Hier hat sich jemand mit ganz viel Liebe zum Detail ganz viel Zeit genommen. Und nun kommt mir nicht mit asiatischer Kinderarbeit oder Massenfertigung! Neee! Ich hab mich nämlich schlau gemacht. Das hier ist echt Made in Germany. Steffen Berthold aus Berlin fertigt in seiner kleinen Manufaktur in Handarbeit solche Prachtstücke und noch andere schöne Dinge. Einfach mal hier klicken. Da gibt es den Bogen auch in beleuchtet zu sehen. (ich glaub, das war jetzt auch mal richtig schön pommersch ausgedrückt)

So, und das war noch nicht alles. Nur ein paar Meter vom Kamin entfernt, steht passend zum Schwibbogen eine große Pyramide. Mit ebenso vielen Details. Und auch schön, schön, schön.

Soviel zu meiner Prachtstückentdeckung von heute. Da ist das Miesepeterwetter doch gleich vergessen und Stück für Stück kommt Weihnachtsgefühl auf. Mal sehen, was mir in diesem Advent noch so über den Weg läuft. 

Euch einen schönen Abend und bindet Euch gut fest morgen. Xaver kommt uns besuchen und schlägt wohl auch auf Usedom kräftig Wellen.

MERKE:
1. Unverhoffte Schwibbogenentdeckungen machen Miesepeterwetter vergessen.
2. Gummistiefel suchen und Kamera laden. Es wird stürmisch an der Ostsee.


3. Dezember 2013

Eine Woche in Pommern

Dieser Titel könnte verwirren. Aber ich möchte das Bild von Pommern ein wenig verändern. Weil Pommern nämlich viel mehr ist als flaches, weites Land, Bauernhöfe und Zeitverzögerung.

2. gedanklicher Einschub: Zeitverzögerung gefällt mir. Wir Pommern sind nämlich nicht langsam. Wir sind gelassen. Wollte Bismarck einst nach Mecklenburg ziehen, wenn die Welt untergeht, empfehle ich ihm doch eher Pommern. Wir schauen nämlich erstmal, ob die Welt wirklich untergeht und dann...ja, was dann eigentlich? Ach ja, dann sehen wir weiter.

...wie auch immer. Die Welt ist bisher nicht untergegangen und neben weit und flach ist Pommern auch das Land am Meer. Und Usedom gehört dazu. Ganz ohne Frage. Und so hinterweltlich, wie gern behauptet wird, sind wir gar nicht.

Was ich Euch aber eigentlich zeigen wollte, ist, wie herrlich es sich hier auf Usedom lebt. Inklusive Gelassenheit, versteht sich:

MONTAG: 

Aufgewacht in einem Wellnesshotel. Das ist ein besonderer Luxus auf Usedom. Wir haben hier nämlich die größte Dichte an ausgezeichneten Wellnesshotels in ganz Deutschland. Und zum Ausspannen und Verwöhnen lassen brauche ich nicht erst stundenlang zu fahren.

3. gedanklicher Einschub: ...was Punkt 7 auf meiner "15 Fakten über mich"-Liste sehr entgegenkommt.

Außerdem: Sonnenaufgang geguckt. Meine bessere Hälfte beschreibt das so: Wecker stellen (gefühlt irgendwann gegen Mitternacht), Fenster auf, staunen, Kamera holen, abdrücken und ganz schnell wieder ins Bett.
Ich hätte auch noch länger geguckt, aber meine Füsse...Kann ja keiner ahnen, dass es so kalt draussen ist.
Der Rest: Schlemmen, Schlafen, Sauna. Hmmmm.

DIENSTAG:
siehe Montag inkl. CheckOut. Nur so: Der Wellnesswochenbeginn ist nicht jede Woche so. Schade, eigentlich.

MITTWOCH:
Nachdem ich relativ schnell wieder im Alltag angekommen war, gönnte ich mir zwischen drin eine kleine Auszeit bei der Zauberin von Heringsdorf. Im Mirzuliebe verwöhnt Ines Staske ihre Kunden mit allem, was Gesicht, Hände und Füsse so brauchen. Auch meine. Mehr über Ines in kürze...inkl. Bildern.



DONNERSTAG:
'Business- & Vergnügen-Verknüpf'-Tag. Juhuu! Zum Termin nach Ückeritz zu meiner Lieblingsfriseurin Jaqueline, der ich bald eine schicke Internetseite basteln darf und die auch noch einen eigenen Artikel hier bekommen wird. Versprochen! Lifestyle versteht sich!!

Anschließend zum 'Wind um die Ohren pusten lassen' zum Café Knatter ans Achterwasser. Was für ein schöner Ort! Und irgendwie habe ich immer besondere Erlebnisse dort. Diesmal machte sich doch ein Surfer bei gefühlten -5°C und Orkanböen raus aufs tosenden Wasser, um seinem Lieblingssport zu frönen. Ich war schon vom Zusehen stocksteif gefroren. Bildbeweis hier rechts.


FREITAG:
An diesem Tag habe ich die erste, wirklich stilvolle Weihnachtsdeko auf einem Tisch in einem Café in Bansin entdeckt. Und noch pünktlich vor dem 1. Advent! Ich bin stolz auf Dich, Pommern.

...und ich wurde so auch ganz nebenbei daran erinnert, dass es nun Zeit ist, Hanni und Nanni wieder auf ihren Platz auf dem Fensterbrett zu setzen. Schließlich ist ja Advent.
Hanni und Nanni sind ein Geschenk meiner liebsten Freundin. Und weil ich Geschenke von liebsten Freundinnen immer um mich haben kann, verbringen sie das ganze Jahr in meinem Wohnzimmer. Nur der Weihnachtsbaum, der zu ihnen gehört, wird erst im Dezember wieder aufgestellt.

WOCHENENDE:
Weihnachtsmarkt in Heringsdorf. Hach schön. Klein aber fein. Mit vielen Glühweinständen, Kinderkarussell und Live-Musik. Mittendrin der Weihnachtsbaum. Und wie es auf Usedom nunmal so ist: mit vielen bekannten Gesichter.

Am Abend des 1. Advents dann öffnete der Lebendige Adventskalender sein erstes Türchen. Jeden Tag bis zum Heiligen Abend lädt eine Familie in den Kaiserbädern Freunde und Gäste ein, gemeinsam mit Liedern und Punsch den Advent zu feiern. Das ist eine ganz wunderbare Tradition, die die Kirchengemeinde auf die Beine gestellt hat. Auch der Bürgermeister wird sein Türchen öffnen. Am 20.12. um 18 Uhr. Alle anderen Orte und Termine gibt es hier. Einfach mal machen.

...UND DANN?
... war die Woche schon um und mit ihr auch der November. Am Montagmorgen begegnete mir eine Möwe am Strand. Sie war genauso müde wie ich und gemeinsam begrüßten wir die neue Woche und den neuen Monat und bekamen dieses schöne Bild geschenkt.

Vor dem Bild gucken noch das Fazit:

MERKE: 
1. Sonnenaufgang gucken lohnt sich fast immer auf Usedom.
2. Wenn mal kein Sonnenaufgang zu sehen ist, gibt es trotzdem Strand und Meer und Möwen und....
3. Für Wellnessurlaub muss man hier nicht weit fahren.
4. Es gibt echt coole Leute auf Usedom, die ihre Kunden zu noch cooleren Leuten machen und solche, die auch im Winter noch Surfen gehen.
5. Kleine Erinnerung: Es ist Zeit für Weihnachtsdeko!
6. Weihnachtsmärkte auf Usedom sind klein und fein und lecker.
7. Immer die Kamera mit zum Strand nehmen!

Und jetzt Bild gucken:



2. Dezember 2013

Und los geht's

Einen schönen juten Tach oder Moin, wie wir Küstenkinder so gern sagen!

>> 1. gedanklicher Einschub: Ich bin mir gar nicht sicher, ob dieses 'Moin' tatsächlich hier bei uns auf der Insel Usedom Tradition hat oder nach der Wende einfach kurzerhand von den Friesen übernommen wurde, weil es den Pommern so herrlich in ihre Wortkargheit passte. Hm.

...wie auch immer, ich freue mich jedenfalls, dass Ihr da seid:

So! Und nun wollt Ihr sicher wissen, was das hier werden soll. Ganz einfach: Ich möchte Euch 'Mein Usedom' zeigen. Denn diese Insel ist nicht nur für Urlauber schön, sondern auch herrlich lebenswert.
In meinem Kopf gibt es ein paar Ideen und ganz viel, was ich Euch unbedingt erzählen möchte. Freut Euch auf Fotos und Genusstests, Interviews mit coolen Leuten, meine ganz persönliche Pommernküche und Bücher, die Ihr unbedingt gelesen haben solltet. Das hier ist für alle, die Usedom lieben. Und ganz besonders für die, die hier leben und leben möchten. Ich freu mich auf neue Inselabenteuer und auf Euren Senf dazu. Fleissiges Kommentieren ist also unbedingt erwünscht.

So denn, hiermit erkläre ich die Spiele für ERÖFFNET!!!

Achso: Damit Ihr wisst, auf wen Ihr Euch einlasst...Klick